20. Jahrhundert
Das Jahrhundert zweier Weltkriege
"Neueste Zeit" ist die Bezeichnung für den Zeitraum zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges 1919 und der Gegenwart. Diese Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren einerseits geprägt vom Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg, aber andererseits auch von der zunehmenden Demokratisierung der Bundesrepublik und dem Niedergang der traditionellen Montanindustrie. Speziell am Höcherberg und St. Ingbert finden sich noch zahlreiche Relikte der Industriekultur. Der Saarpfalz-Kreis entstand 1974 im Zuge der kommunalen Gebiets- und Verwaltungsreform.
Es folgt eine Liste von Anreissertexten zu Themen aus dem Bereich 20. Jahrhundert
"Größere und leistungsfähigere Verwaltungseinheiten zu schaffen, um das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben der Bevölkerung entsprechend den Erfordernissen einer modernen Industrie- und Leistungsgesellschaft zu fördern und sichern" - das waren die Ziele, die mit der Gebiets- und Verwaltungsreform zu Beginn der 1970er Jahre verbunden waren.
Die Jahrhunderte zurückreichende Tradition des Bergbaus in der Saarpfalz - Region endete 1959 mit der Schließung der Gruben St. Ingbert und St. Barbara in Bexbach. Das letztere, hochmoderne Bergwerk hatte zwar erst vier Jahre zuvor am Standort der ehemaligen Grube Mittelbexbach mit dem Kohleabbau begonnen, erwies sich aber aufgrund ungünstiger geologischer Verhältnisse als unrentabel.
Religiöser Mittelpunkt der großen jüdischen Gemeinde in Homburg war die Synagoge in der Klosterstraße unweit des Marktplatzes. Als das Nazi-Regime am 9. November 1938 seine Schergen im gesamten Reich zur Hetzjagd auf Juden und ihren Besitz antreten ließ, wurde auch sie verwüstet.
Schulstreik in Frankenholz", "Kruzifix soll Nazisymbol weichen": Frankenholz sorgte 1937 international für derlei Schlagzeilen. Der nationalsozialistische Schulleiter Philipp Klein ließ die Kreuze in den Schulsälen durch Hitlerbilder ersetzen.
Nur einen Tag, nachdem die Regierungskommission des Saargebietes das zweijährige Verbot der NSDAP aufgehoben hatte, wurde am 5. Dezember 1926 in Kirkel Neuhäusel die erste Nazi-Ortsgruppe im Bezirk Homburg gegründet.
Geprägt wurde die Bezeichnung von Heinrich Jolas, dem sein Titel "Staatskommissar für die Übergabe westpfälzischer Gebietsteile an das Saargebiet" zu umständlich war und der sich deswegen in "Staatskommissar für Übergabe der Saarpfalz" umbenannte.
Die industrielle Revolution machte aus dem Waldweiler St. Ingbert eine der größten Städte der Pfalz. Die Stadtrechte 1829 waren ein erster Ausdruck dieser gewaltigen Expansion.
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